Salut Strasbourg!
Am 11.Dezember 2011 verließ ein „Doppeldecker” des Busunternehmens Beate & Werner Hagspiel zu einer für Sonntag eher „unchristlichen“ Zeit den Bregenzerwald in Richtung Straßburg. Es war für uns SchülerInnen der 8. Klassen die offiziell letzte Schulreise. Ohne zu übertreiben war es wirklich ein sehr gelungener Schlusspunkt, der vor allem der kompetenten Organisation unserer Begleitpersonen zu verdanken ist.
So fuhren wie also am 3. Adventsonntag etwas nach 7 Uhr von Vorarlberg über die Schweiz ins französische Elsass, einer wunderschönen Gegend, die neben ihren bezaubernden Städten und malerischen Orten, auch in historischer Hinsicht sehr interessant ist. Gegen Mittag erreichten wir Colmar. Hier sah unser Programm den Besuch eines weltberühmten Kunstwerkes, des "Isenheimer Altars", vor.
Beim Stadtrundgang fielen uns vor allem die weiß besprühten Tannenbäumchen auf, eine interessante Möglichkeit, um die Schneearmut dieses noch jungen Winters zu umgehen und dem Klischee und dem Traum von weißer Weihnacht gerecht zu werden. Nach der Besichtigung eines sehr beeindruckenden Marienbildnisses, der "Madonna im Rosenhag" von Martin Schongauer, welches die SchülerInnen der 8ai mit dem lateinischen „Laudate omnes gentes“ und eine Schülerin der 8ab mit einem Novalis-Gedicht ehrten, und einer Stärkung am Weihnachtsmarkt, gingen wir ins Musée d´Unterlinden, einem ehemaligen Kloster, um den weltberühmten "Isenheimer Altar" zu besichtigen.
Auf der Weiterfahrt fuhren wir an einer Kopie der "Statue of Liberty" vorbei. Der Schöpfer der imposanten Statue auf Staten Island, USA, kam nämlich aus Colmar.
Nach dem Zimmerbezug und einem interessanten Abendessen im Ciarus, einer Jugendherberge im Zentrum von Straßburg, wurden wir von unserer orts- und sprachkundigen Frau Professor Kubesch-Fuchs in die "City" geführt. Bei eisigen Temperaturen wärmten sich so manche mit einem "vin chaud" oder aber auch mit einem "thé noir avec du sucre". In Gruppen streiften wir anschließend durch die Stadt und einige mussten am eigenen Leibe erfahren, wie schwer sich eine Herbergs- bzw. Lokalsuche gestalten kann. Gegen 23 Uhr wurde der "eiserne Kern" von den vier Begleitpersonen bei der Kathedrale abgeholt und ein schöner Tag ging zu Ende.
Nach einem typisch französischen Frühstück mit Baguette und Croissant ging es per Bus zum Europarat. Wir erhielten interessante Informationen zu dieser Organisation, die nicht mit den Institutionen der EU verwechselt werden darf. Die Mittagspausengestaltung wurde jedem selbst überlassen. Anschließend ging es "per pedes" durch die Altstadt. Zwei Touristenführer zeigten uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Sehr beeindruckend war die astronomische Uhr aus dem 16. Jhdt., die in der Kathedrale in Straßburg zu bewundern ist. Danach war Zeit zum Shoppen oder für einen Kaffeehausbesuch gegeben.
Den Abend verbrachten einige auf ihren Zimmern, andere "gönnten" sich die hauseigene Disco, die das Prädikat "besuchenswert" nicht in Ansätzen verdient hat, wohl aber zur Belustigung geeignet war. Wieder andere gingen noch einmal in die Stadt, um Straßburg bei Nacht noch ein letztes Mal zu genießen.
Der letzte Tag unserer Reise stand ganz im Zeichen Europas. Der Vormittag wurde zu einem Besuch des EU-Parlaments mit Plenarsitzung genutzt. Sehr beeindruckend war einmal gesehen zu haben, wo in Europa Politik gemacht wird, und Persönlichkeiten wie EU-Ratspräsident Barroso aus wenigen Metern Entfernung live zu sehen.
Auf der Weiterfahrt ins Ländle machten wir noch einmal in Marckolsheim Halt, für das Musée Mémorial de la Ligne Maginot du Rhin. Dort sind die Überreste der Maginot-Linie die traurigen Beweise, dass vor gut 70 Jahren Hitler-Deutschland die Vernunft, die Diplomatie und den Frieden über Bord warf und Europa in den Schlund des 2. Weltkrieges zog. Der Museumswärter erzählte uns ausführlich die traurige Geschichte der Eroberung Frankreichs 1940 und das damit verbundene Schicksal vieler Elsässer.
Gegen 19.30 Uhr waren wir wieder zurück in Österreich und die Rheinüberquerung bei Lustenau wurde von SchülerInnen der 8ai mit der noch nicht der Emanzipation angeglichenen Nationalhymne gewürdigt.
Hiermit möchte ich mich im Namen der drei 8. Klassen bei den vier Begleitpersonen Frau Prof. Greber-Germann, Frau Prof. Nigsch, Frau Prof. Kubesch-Fuchs und Herr Prof. Lang herzlich bedanken!!! Es war eine sehr schöne Reise, die uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird!
Ein besonderer Dank gilt Frau Prof. Kubesch-Fuchs, die durch ihre Ortskenntnisse und das Wissen um die passenden Ausdrücke in Französisch uns die Reise um ein vielfaches erleichtert hat. Vielen Dank!!! (Simon Johler, 8ai)




