Ein guter Tag hat 100 Punkte

Am Montag, den 13. April fand am BORG Egg die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Ein guter Tag hat 100 Punkte – Can yOu 2?“ statt. Dabei begleitet die KEM Mittelwald (Klima- & Energie-Modellregionen) die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6bn und 7bn über einen Zeitraum von vier Wochen bei einem praxisnahen Klimaschutzprojekt. 

KEM-Manager David Schmidinger, Evelyn Spöttl von lyneART, Martin Strele von Kairos und Vizebürgermeisterin Carmen Willi begrüßten am Montag in der Früh die insgesamt 37 SchülerInnen der beiden Klassen und deren Klassenvorstände. Martin Strele stellte in einem ersten Teil die App „Ein guter Tag hat 100 Punkte“ und deren Funktionsweise vor. Er erklärte den dahinterstehenden Sinn und die Motivation für das gemeinsame Vorhaben. Die Idee ist, dass wir ein Budget von 100 Punkten pro Tag haben, was 5,2 kg CO2 equ./Tag entspricht. Mit diesem Wert wäre das 1,5 °-Ziel des Pariser Klimaabkommens noch möglich. Es wurde die Frage gestellt, wann das Leben noch global tragfähig war – die Antwort was überraschend: Nicht vor der Industriellen Revolution, wie die meisten dachten, sondern noch im Jahr 1968 lag der Verbrauch in Österreich umgerechnet tatsächlich noch bei 100 Punkten pro Kopf – heute sind wir im Schnitt bei 450 Punkten!

Im zweiten Teil gab David Schmidinger einen Überblick über den Ablauf der kommenden vier Wochen und erläuterte die einzelnen Schritte des Projekts: Im Rahmen von unterschiedlichen Workshops werden sich die beiden Klassen intensiv mit zentralen Zukunftsthemen wie nachhaltigem Konsum, Energieeinsparung und umweltbewusstem Handeln auseinandersetzen.

Schon am Dienstag, den 14. April fand der erste Workshop zum Thema Lebensmittelverschwendung statt, wobei Ingrid Benedikt das Konzept des Offenen Kühlschranks vorstellte. In drei Gruppen widmeten sich die Klassen dann im Rotationsprinzip dem bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Zuerst wurde ein Blick auf den eigenen Schulalltag geworfen: Gemeinsam reflektierten die SchülerInnen, wo im Schulumfeld Lebensmittelverschwendung entsteht, welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt und welchen konkreten Beitrag sie selbst zu einem nachhaltigeren Umgang leisten können. Dann fand eine Verkostung statt, bei der auch Produkte getestet wurden, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bereits überschritten war. Ziel war es, ein besseres Verständnis für Haltbarkeit und Genießbarkeit zu entwickeln. In einem praktischen Küchenteil bereiteten die SchülerInnen aus altem Brot duftende Brotchips zu und erlebten so, wie einfach sich alte Lebensmittel sinnvoll verwerten lassen. Im ganzen Schulgebäude waren danach die Backkünste der drei Gruppen zu riechen. 

Schon am Montag, den 20. Juni findet der nächste Workhop zum Thema E-Mobilität statt. An dieser Stelle ein großer Dank an David Schmidinger von der KEM Mittelwald für die Organisation dieses wertvollen Projektes. (Thomas Rüscher, Biologielehrer)