Am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, wurden im Musiksaal des BORG Egg ausgewählte Abschließende Arbeiten (ABA) sowie Musikstücke des musischen Zweiges präsentiert. Vor einem interessierten Publikum stellten zahlreiche Maturantinnen und Maturanten ihre Talente unter Beweis und sorgten für einen abwechslungsreichen und eindrucksvollen Abend.
Eröffnet wurde die Veranstaltung um 18:45 Uhr mit einem Sektempfang, musikalisch umrahmt von Christian Kneller und Mihai Alexa. Bei Gesprächen und Getränken konnten sich die Besucherinnen und Besucher auf das anstehende Programm einstimmen. Um 19:15 Uhr eröffnete Anna Dingler (8ai) mit dem ersten Satz (Allegro) der Sonate von Christian Gottlieb Scheidler auf dem Hackbrett – begleitet von Luzia Richter auf der Zither – den Abend auf klangvolle Weise. Anschließend begrüßte Markus Flatz, der den aus terminlichen Gründen abwesenden Direktor Ariel Lang vertrat, alle Anwesenden, darunter Regio-Obfrau Bürgermeisterin Bianca Moosbrugger-Petter sowie Altlandesrat Erich Schwärzler, und richtete Grußworte an das Publikum. Er betonte, dass die Voraussetzung für das Entstehen einer ausgezeichneten Abschlussarbeit die Verbindung von Wissenschaft und intrinsischer Motivation sei. Es brauche sowohl den Kopf als auch das Herz.
Sabrina Weißenbach, die als ABA-Koordinatorin durch den Abend führte, kündigte daraufhin die erste Präsentation an. Magnus Bramberger (8ai) gab mit seiner ABA „Entstehung einer Polka“ Einblick in ein Stück österreichischer Musiktradition und veranschaulichte, wie aus einer Idee ein vollständiges Musikstück entsteht. Betreut wurde diese Arbeit von Elisabeth Marxgut. Amelie Gmeiner (8ab) referierte anschließend über das Thema „Die Kunst des Druckens“ und brachte damit ihre Begeisterung für ein traditionsreiches Handwerk zum Ausdruck, das auch in der digitalen Welt seinen Platz behauptet. Betreut wurde sie dabei von Anina Rehm.
Im Anschluss begeisterte Lina Holzmann (8ai) das Publikum mit ihrem selbstgeschriebenen Song „What If“, begleitet am Klavier von Mihai Alexa. Die junge Sängerin machte damit deutlich, welches musikalische Potenzial im musischen Zweig des BORG Egg gedeiht. Emma Türtscher (8bn) stellte danach ihre ABA zum Thema „Skoliose und Muskelaufbau“ vor – eine fundierte und persönlich motivierte Auseinandersetzung mit einer Erkrankung des Bewegungsapparates. Begleitet wurde sie in diesem Prozess von Helga Vögel.
Elia Schertler (8ai) führte das Publikum mit Mozarts „Fantasie in D-Dur“ am Klavier in die Welt der Klassik. Die feinfühlige Interpretation hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Carla Moosbrugger (8ab) beleuchtete daraufhin in ihrer ABA „Der Einfluss der Walt Disney-Ideologie auf die emotionale Entwicklung von Kindern“ kritisch und differenziert, wie Medieninhalte das Weltbild von Kindern formen können. Bei dieser vielschichtigen Untersuchung wurde sie von Christine Felder-Lang unterstützt.
Ein besonderes Klangerlebnis bereiteten Marie Immler und Hannah Kohler (beide 8ai) mit dem zweiten Satz (Andantino) des Flöten-Harfen-Konzerts von Franco Cesarini, das für zwei Querflöten arrangiert ist. Das harmonische Zusammenspiel der beiden Maturantinnen fand beim Publikum sichtlich Anklang. Mara Plangger (8ab) beendete den ersten Teil des Abends mit ihrer Präsentation „Von der Muse zur Malerin“, in der sie sich auf künstlerische und biografische Weise mit dem Werdegang einer Frau in der bildenden Kunst befasste. Diese kreative Arbeit wurde von Maria Meusburger-Bereuter betreut.
Im weiteren Verlauf des Abends spielte Ida Moosbrugger (8ai) das „Adagio“ von Ernesto Cavallini auf der Klarinette – begleitet von Elisabeth Marxgut am Klavier. Die einfühlsame Darbietung berührte das Publikum spürbar. Amelie Stenzel (8ai) stellte ihre ABA zum Thema „Entwicklungen im Rudersport“ vor und gewährte damit Einblick in eine Sportart, die Ausdauer, Teamgeist und technisches Know-how miteinander verbindet. Der Schreibprozess wurde von Markus Flatz begleitet.
Jakob Franz (8ai) stellte mit „Smooth Operator“ von Sade am E-Bass sein Gespür für zeitlose Popmusik unter Beweis und erhielt dafür großen Applaus. Im Anschluss präsentierte Oskar Bechter (8bn) seine ABA „Es soll ja wachsen!“. Er ging in seiner Arbeit – belegt durch eigene Messergebnisse – dem Einfluss von Düngung in der Landwirtschaft auf Biodiversität und Wasserqualität nach. Unterstützt wurde er dabei von Sabrina Weißenbach.
Den musikalischen Schlusspunkt setzte Serafin Rüscher (8ai) mit Jimi Hendrix' Klassiker „Little Wing“ auf der E-Gitarre. Begleitet und betreut von Daniel Amann, der zugleich die Korrepetition übernahm, sorgte Rüscher mit diesem Rock-Klassiker für einen energiegeladenen und stimmungsvollen Abschluss.
Inmitten der fordernden Maturaphase zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen boten die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen ein hochkarätiges und beeindruckendes Programm mit aussagekräftigen Worten und einprägsamer Musik. Nach dem offiziellen Teil ließen die Anwesenden den Abend bei zahlreichen angeregten Gesprächen gemeinsam ausklingen.
Text: Tobias Testor; Fotos: Maria Meusburger-Bereuter












