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06.04.2018 06:37 Alter: 13 days
Kategorie: Auslandsjahr

Welcome to Wisconsin, the state of cheese


Nach einem dreitägigen Aufenthalt in New York, langen Wartezeiten an Flughäfen und einigen Turbulenzen während meines Flugs empfingen mich, Valeria Nussbaumer, meine Gasteltern mit einem “Welcome Valeria” Schild am Flughafen von Madison, der Hauptstadt von Wisconsin zum Beginn meines Auslandsjahres.

Während der zweieinhalbstündigen Heimfahrt hielten wir in einem Gasthaus fürs Abendessen und um uns besser kennen zu lernen.  Ich wurde in der perfekten Familie platziert. Meine Mutter ist Faith Formation Director, arbeitet also für die Kirche und ist die liebevollste Person, die ich kenne. Mein Vater ist Chorleiter, also mein Lehrer und hat ein mega gutes Verhältnis zu seinen SchülerInnen. Ich kann mit ihnen all meine Sorgen und Probleme teilen und mich auf ihre Hilfe verlassen.

In den ersten drei Wochen bevor Schulstart, durfte ich mit meiner Familie nach Michigan reisen, mit meiner Austauschschülergruppe auf ein Badger Game (dem besten Collegeteam von Wisconsin) gehen und zu einem Spiel von DEM Footballteam von Wisconsin, den Packers.

Mein Schulalltag während meiner ersten Monate war jeden Tag der gleiche: Schule von 7.00 - 15.15, Cross Country Training von 15.30 - 17.30 und Musicalprobe von 18.00 - 21.00. Der Vorteil am amerikanischen Schulsystem ist, dass man seinen Stundenplan selbst erstellen kann. Neben meinen Pflichtfächern American Literature und American History hatte ich Chor, Weight Training, Kochen, Studendpub (Design des Studentenjahrbuchs), Sport und Französisch im ersten Semester.

Homecoming: An meinem ersten Schultag wurde ich für den Homecoming Court ausgewählt. Das bedeutet, ich war eines von vier Mädchen, die mit ihrem Partner als Homecoming Queen/King gewählt werden konnte. Homecomingweek war Dress-up week. Jeden Tag war ein anderes Thema. Alle SchülerInnen kamen in Pyjamas, als Zwillinge, Farmer… in die Schule.

Am Ende der Woche fand eine Parade statt, in der mein Partner und ich auf der Ladefläche eines Trucks mit unserem eigenen Chauffeur saßen und den Zuschauern zuwinkten. Beim Homecoming Dance wurden die Court Paare vorgestellt und König und Königin wurden bekanntgegeben.

Rent: Mein nächstes großes Ereignis war das Musical RENT. Neben zahlreichen Nebenrollen war ich natürlich in allen Tanzszenen dabei, deren Choreographie größtenteils ich choreographiert habe. Nach sechs anstrengenden und emotionalen Vorstellungen wurde ich von der Tommy Awards Jury für eine “Outstanding Dance Performance “ nominiert, weshalb ich länger als geplant in den USA bleiben darf, um auf die Preisverleihung zu gehen.

Thanksgiving: Thanksgiving verbrachten wir in North Carolina, etwa 18 Stunden von meinem Zuhause entfernt. Wir schliefen bei Freunden meiner Eltern neben dem Haus, in dem der Film "Walk to remember" spielt, einen Block entfernt von dem Drehort der amerikanischen Serie "One tree hill". Natürlich musste ich den klassisch amerikanischen Thanksgiving Truthahn und für North Carolina typischen Red Velvet Cake probieren.

Sports: Von Mitte August bis Ende Oktober durfte ich das Cross-Country-Team bereichern, sechsmal die Woche zwei Stunden trainieren und jede Woche an mindestens einem Wettkampf teilnehmen. Nach einer erfolgreichen Herbstsaison als sechst beste Läuferin unseres Teams, einigen Medaillen und "Newcomer of the Year" begann die Wintersaison mit Geräteturnen.

Als  Zweitbeste in All-round (das bedeutet, dass ich bei Wettkämpfen an allen Geräten angetreten bin) und Beste beim Event Sprung habe ich mich trotz monatelanger Verletzung für die Staatsmeisterschaft im Sprung qualifiziert – als einzige unseres Teams und erste Austauschschülerin meiner Organisation. Im Frühling starte ich dann mit Leichtathletik. Mein Trainer setzt wegen meines Körperbaus große Hoffnungen als Stabhochspringerin in mich, obwohl ich es noch nie probiert habe.

Ich habe das Glück, im März mit auf den Band & Choir New York Trip mitgehen zu dürfen, der alle vier Jahre stattfindet. Außerdem warten noch Prom, Graduation (das bedeutet natürlich auch Partys) und wie bereits erwähnt die Preisverleihung der Tommy Awards auf mich. (Valeria Nussbaurmer)