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13.04.2022 10:24 Alter: 166 days
Kategorie: Religion, Schule, Umwelt

Friedens-Schweige-Weg


Friede sei mit dir - Shalom lecha - Peace be with you - La pace sia con te - La paz sea contigo - As-salam laka - Mir tebje - Bais seninle olsun - z myrom. - Am Mittwoch, den 6. April.2022 traf sich die gesamte Schulgemeinschaft -  300 SchülerInnen mit ihren LehrerInnen -  um 12 Uhr vor der Schule zu einer Stunde des gemeinsamen Be- und Gedenkens. Zu bedenken galt es des Krieges in der Ukraine, der schon mehr als fünf Wochen andauert und unzählige Verwundete und Millionen flüchtende Menschen sowie unsere eigene Angst, Ohnmacht und Erstarrung zur Folge hat. Zu Gedenken galt es der unzähligen Kriegsopfer unter den Soldaten und besonders auch unter der Zivilbevölkerung, vom Greis bis zum Kind.

Soll  Friede erfahrbar werden, so muss sich etwas bewegen, sowohl bei politischen Entscheidungsträgern als auch bei jedem Einzelnen hier und dort, denn: Krieg beginnt stets klein und unscheinbar. Diese persönliche Bereitschaft  sich zu bewegen, kam darin zum Ausdruck, dass sich die gesamte Schulgemeinschaft wirklich sichtbar auf den gemeinsamen Schweigeweg begab.

Der Weg führte in einem großen Bogen um das Schulgelände herum und endete beim Schulsportplatz. Auf dem Weg verteilt luden drei Plakate ein, auf dem je folgenden Wegstück zu überlegen, was jeder persönlich beitragen kann zum  Frieden mit sich selbst, mit den Mitmenschen und mit der Schöpfung. Das Lied von Udo Lindenberg  "Komm, wir ziehen in den Frieden“ bildete den passenden musikalischen Rahmen.

Da Waffen dort sprechen, wo Kommunikation versagt, und Kommunikation oft Phasen des Schweigens voraussetzt, waren alle eingeladen, diesen Weg ganz bewusst schweigend zu gehen - eine bewegende Erfahrung.

Am Sportplatz versammelt, verlasen SchülerInnen Friedensgedanken von Jesus, Gandhi, Mohammed, M.L. King und Mutter Theresa  - vertieft durch Melodien und meditatives Gehen.

Zum Abschluss des Friedens-Schweige-Weges wurde die Friedenssäule vor der Schule wieder reaktiviert. Je ein Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter steckte eine Rose in ein Stück Stacheldraht am Fuße der Friedenssäule - ein Zeichen für den Glauben daran, dass Liebe und Vergebung  letztlich doch stärker sind als Hass und Vergeltung. Die Installation soll aber auch ein öffentliches Zeichen sein für unser Bemühen um Frieden im Kleinen. Mit den Gruß- und Dankworten des Direktors, sowie dem Lied "Give Peace a Chance“ von John Lennon fand die berührende Feierstunde einen würdigen Abschluss. (Benedikt Lang und Hanspeter Sutterlüty)