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21.01.2026 10:24 Alter: 2 days
Kategorie: Psychologie/Philosophie

Palliative Care erneut am BORG Egg

Multiprofessionelles Team der Palliativstation am LKH Hohenems zu Gast im BE-Saal


Am Dienstag, 20. Jänner 2026, war ein multiprofessionelles Team der Palliativstation am Landeskrankenhaus Hohenems bei uns zu Gast. Im lichtdurchfluteten BE‑Saal vermittelte das Team den Maturaklassen der Wahlpflichtgegenstände Psychologie und Philosophie (Lehrer: Daniel Geiger und Ariel Lang) zumal praktische Aspekte der Palliativarbeit.

Als Gäste nahmen auch die Schüler der Unverbindlichen Übung „Medizin“ unter der Leitung von Christina Lang teil. Besonderen Wert legte das Team auf lebendigen Austausch mit den Schülern.

Nach einer humorvollen, interaktiven Vorstellungsrunde zeigte Pfleger Christoph Miller anhand einer PowerPoint‑Präsentation anschaulich, wie der Pflegealltag auf einer Palliativstation aus der Perspektive des Pflegepersonals aussieht. Der mit einer Intensivstation vergleichbare Pflegeschlüssel ermöglicht eine sehr persönliche, zugewandte Betreuung der Patienten in den zentralen Aufgabenbereichen Rehabilitation, Symptomkontrolle und terminale Begleitung. Beispielhaft berichtete Miller von einem organisierten Treffen eines Patienten mit einem Mitglied seiner Lieblingsband sowie von einer Hochzeit in der Kapelle für eine Patientin. Haustiere dürfen die Patienten grundsätzlich auf der Station begleiten und dort mit ihnen leben. Da versteht es sich nachgerade von selbst, dass Angehörige im Handeln des Teams stets mitgedacht werden.

Alsdann erläuterte OA Dr. Otto Gehmacher die Palliativstrukturen in Vorarlberg und klärte präzise, was „Palliative Care“ ist, welche Aufgaben eine Palliativstation hat, welche Ängste beim Thema entstehen können und worin sich die Palliativstation am LKH Hohenems vom Hospiz am See in Bregenz unterscheidet. Zu den Kennzahlen: Die Palliativstation in Hohenems hat 45 Mitarbeiter, verfügt über 16 Betten und nimmt rund 360 Patienten pro Jahr auf; die durchschnittliche Verweildauer beträgt 15 Tage, die Entlassungsquote 61 %. Auf eine Zwischenfrage hin ging Gehmacher zum Schluss noch auf die verschiedenen Formen der Sterbehilfe und deren gesetzlichen Status in Österreich ein.

Im Anschluss erfolgte eine Diskussions- und Fragerunde, bei der viele Mitglieder der beiden PP-WPGs und der Unverbindlichen Übung „Medizin“ sowie die Lehrpersonen Beiträge lieferten. Weitere Programmpunkte waren berührende Patientengeschichten, die Gestaltung eines Trauerposters mit Ideen der Schüler und ein unterhaltsames Abschlussquiz, das die wesentlichen Inhalte der zweistündigen Veranstaltung wiederholte und stimmig abrundete. (Daniel Geiger)