< Latein-Olympiade: Sieg für Rosa Lanzdorf bei der Vorarlberg-Ausscheidung
03.03.2020 17:54 Alter: 234 days
Kategorie: Deutsch

Lesung von Daria Wilke für die 7. und 8. Klassen


Am Montag, den 2. März 2020 besuchte nachmittags die Autorin Daria Wilke das BORG Egg, um aus ihrem neuesten Werk „Die Hyazinthenstimme“ die eine oder andere Seite vorzutragen. Anschließend folgte eine Runde, in der der aus Russland stammenden Schriftstellerin Fragen gestellt werden konnten.

Die erste Hälfte dieser Stunde (eine, wohlgemerkt, statt der in WebUntis ursprünglich eingetragenen zwei) war nach der Vorstellung der Autorin durch die Deutschlehrerin und Bibliothekarin Susanne Greber-Germann ganz dem Vorlesen aus dem erwähnten Buch „Die Hyazinthenstimme“ gewidmet. Der verlesene Ausschnitt behandelte hauptsächlich einen blühenden Pfirsichbaum und den Charakter des „Zaren“, der Jungen in der Steiermark der heutigen Zeit zu Barocksängern ausbilden lässt, sowie dessen Beziehung zu den beiden Schülern Timo und Matteo. Ein wichtiger Teil dieser ganzen Geschichte spielt dabei die Kastration, die im Buch von dem Chirurgen Fleischer durchgeführt wird.

Daran anschließend konnten der Autorin Fragen gestellt werden, die meist auch gerne so gut wie möglich beantwortet wurden. So wurden etwa der persönliche Bezug zur Barockmusik oder die tatsächliche Geschichte der Kastratensänger umfangreich ausgeführt, während andere Fragen wie zum Beispiel nach den Anfängen ihrer schriftstellerischen Tätigkeit oder nach der Anzahl der Verlage, die bezüglich Veröffentlichung des Buches angeschrieben wurden, unbeantwortet blieben. Jedoch erfuhren wir, dass solch eine Vorlesung durch die Autorin selbst für sie eher ungewohnt und in Russland gar ganz unüblich sei.

Abschließend lässt sich sagen, dass es keine ganz runde Aktion war; insofern, dass nach der kurzen Lesung die Fragen nicht unbedingt zuhauf kamen (und hätte es hie und da nicht anderweitige Privatgespräche gegeben, hätte wohl öfters peinliche Stille geherrscht). Aber da auch niemand das Buch gelesen hatte, war das alles andere als einfach. Es hätte wohl bestimmt nicht geschadet, wenn „Die Hyazinthenstimme“ vorab eine Klassenlektüre gewesen oder in einer Deutschstunde behandelt worden wäre. Nichtsdestotrotz gilt Frau Daria Wilke ein großer Dank, dass sie sich die Zeit genommen hat, unsere Schule mit einem Besuch zu beehren. (Noah Nußbaumer, 7bn)